09.03.2026
Weitere Hilfe - Marktkirche Bad Langensalza
110.100 Euro für Natursteinarbeiten am Turmschaft von der DSD
Einen symbolischen Fördervertrag über 110.100 Euro für die Natursteinarbeiten bei der Sanierung des Turmschafts der Marktkirche St. Bonifacii in Bad Langensalza überbrachte bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 26. Februar 2026 dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale Lars Ludwig, Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Corinna Heller von Lotto Thüringen an Pfarrer Dirk Vogel. Das Gotteshaus gehört seit 1994 zu den jetzt über 590 Denkmalen, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Thüringen gefördert hat.
Zum Objekt
Eine erste Bonifaciuskapelle in der "oppidum Saltza" ist für 1229 belegt. Der mittelalterliche Stadtgrundriss lässt auf eine gewachsene Entwicklung des prosperierenden Handelsortes schließen. Die heutige dem Heiligen Bonifaz geweihte Pfarrkirche wurde Ende des 14. Jahrhunderts am Marktplatz errichtet. Die spätgotische dreischiffige Halle wurde in Travertin begonnen und war Anfang des 16. Jahrhunderts fertiggestellt. Aus der langen Bauzeit erklären sich die unterschiedlichen Bauauffassungen von zarten Netz- und Sterngewölben bzw. mächtigem Walmdach. Die Fassaden des Schiffs gliedern Maßwerkfenster und Strebepfeiler. Der Chor ist aus der Achse verschoben.
Von der ursprünglich geplanten Doppelturmfassade gelangte nur der Nordturm zur Ausführung. Die ursprünglich vorhandenen Figuren unter den Baldachinen des Gewändeportals im Westen sind verloren. Im Tympanon ist eine Darstellung des Jüngsten Gerichts zu sehen. Um 1590 erhielt der Turm sein quadratisches, glattes Obergeschoss mit dem markanten Aufbau. Das Äußere des Turmes wird durch Strebepfeiler, Blendmaßwerk, Konsolen und Baldachine und eine Säulengalerie im Oktogon geschmückt. Bekrönt wird der Turm über dem Glockengeschoss mit Maßwerkfenstern und einer Säulengliederung durch eine Welsche Haube mit Laterne. Zugang zur Kirche besteht durch eine Portalvorhalle mit Sterngewölbe und Plastiken. Das Mittelschiff der Hallenkirche überspannt ein Netzrippengewölbe. Die Schiffe sind durch Rundpfeiler mit Runddiensten geschieden. Den Chor überfängt eine Kassettendecke von 1561. Die Ausstattung ist barock.