31.08.2026
Verabschiedung & Interview mit Pfarrer Hansjürgen Dehne
06. September in Grumbach

Superintendent Christian Beuchel, Klinik- und Gehörlosenseelsorgerin Cornelia Georg, Pfarrer Hansjürgen Dehne, Pfarrer Matthias Cyrus nach dem Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Dehne in Grumbach am 06. September
Pfarrer Dehne wechselt in den Kirchenkreis Salzwedel in den Pfarrbereich Kalbe-Kakerbeck.
Wir haben mit Pfarrer Hansjürgen Dehne vor seiner Verabschiedung gesprochen
Redaktion: Lieber Pfarrer Dehne, wann sind Sie in den Kirchenkreis gekommen?
Pfarrer Dehne: Am 01. Mai 2022 habe ich meinen Dienst im Kirchenkreis Mühlhausen begonnen - als Pfarrer in Grumbach und Henningsleben sowie in der Klinikseelsorge. Diese Stelle umfasste die Arbeitsbereiche:
- Klinikseelsorge im Hufelandklinikum Bad Langensalza
- Altenheimseelsorge in drei Einrichtungen: Pflegezentrum Drei Türme Blick, AWO Seniorenpflegeheim „Haus an der Salza“, Altenpflegezentrum St. Josef
Dazu gehörte dann eine Beauftragung mit pfarramtlichen Diensten im Pfarrbereich Kirchheilingen.
Redaktion: Die Menschen werden sich fragen, warum Sie nun gehen werden?
Pfarrer Dehne: Ich wäre gerne im Kirchenkreis Mühlhausen geblieben, weil ich viele gute Erfahrungen gemacht habe. Der Stellenwechsel war überhaupt nicht geplant, allerdings aus persönlichen Gründen für mich notwendig geworden.
Redaktion: Was wird Ihnen besonders in Erinnerung bleiben?
Pfarrer Dehne: Unvergessen bleibt für mich mein Einführungsgottesdienst am 1.Mai 2022, und die Freude meines Sohnes über die Gottesdienstgemeinschaft und das anschließende Kuchenbuffet. Und zu den vielen guten Erfahrungen gehört die Tätigkeit in den Gemeinden Grumbach und Henningsleben, die für mich getragen war von einer Verbundenheit im Glauben.
An zwei Gottesdienste unter freiem Himmel erinnere ich mich besonders gerne. Der Konfirmationsgottesdienst 2024 unter freiem, teils regnerischem, Himmel im Ahnengarten zwischen Henningsleben und Grumbach sowie der Gottesdienst an der Friedenseiche am 14.09.2024.
In der Altenheimseelsorge haben mich immer wieder die Lebensgeschichten beeindruckt, die mir anvertraut worden sind. So ähnlich ist das auch in der Klinikseelsorge. Hier hat mich immer wieder das Vertrauen bewegt, das mir Menschen entgegengebracht haben, die mich gar nicht kannten. Und aus einer Begleitung ist eine Freundschaft entstanden.
Redaktion: Sie sind Pfarrer und Klinikseelsorger - unterscheiden sich die Dienste?
Pfarrer Dehne: Ein wesentlicher Unterschied zwischen Gemeindeseelsorge (Pfarramt) und Klinikseelsorge besteht für mich darin, dass der Kontakt zu Menschen in der Klinikseelsorge punktuell ist, und in einem Kontext geschieht, wo die Menschen, die ich besuche, nicht zu Hause sind und oft existentielle Themen zur Sprache kommen.
Redaktion: Wohin führt sie ihr Weg nun und werden Sie wieder im Bereich Klinikseelsorge tätig sein?
Pfarrer Dehne: Ich gehe in den Pfarrbereich Kalbe-Kakerbeck im Kirchenkreis Salzwedel. Er umfasst 23 Dörfer mit vielen schönen Dorfkirchen sowie 9 Gemeindekirchenräten. In meinem Wohnort Kalbe gibt es eine Rehaklinik und Seniorenresidenzen, in denen ich Gottesdienste feiern werde, so dass das Thema Klinik-und Altenheimseelsorge mich auch weiterhin begleiten wird.
Redaktion: Lieber Pfarrer Dehne, wir danken Ihnen herzlich, dass Sie sich die Zeit für unsere Fragen genommen haben und wünschen Ihnen Gottes reichen Segen für Ihren neuen Dienst. Bleiben Sie behütet!
