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17.12.2025
Das war "Müntzer. Ein anderer Geist."

Rückblick auf ein außergewöhnliches Jahr

Was bleibt? Erinnerungen und Spuren

Mühlhausen. Kirchenkreis Mühlhausen. Tausende Menschen besuchten Mühlhausen im „Jahr der Freiheit“, zur Landesausstellung und zu den kirchlichen Veranstaltungen des Müntzer-Gedenkjahres. Stadt, Museum und Kirche waren starke Partner, wie Ann-Kristin Zabel-Fröhlich, 2. Beigeordnete, in ihrem Grußwort zur Synode betonte: „Wir sind dankbar, auf die Kirche als Impulsgeber zählen zu dürfen.“

Ein Rückblick voller Höhepunkte

Das Jahr „Müntzer. Ein anderer Geist.“ bot ein beeindruckendes Programm: eine hochkarätige Predigtreihe, eine Kunstausstellung, den ZDF- Fernsehgottesdienst, zwei Welturaufführungen, Bauern- und Kinder-Mittelaltermarkt sowie viele weitere Höhepunkte. Nicht zuletzt war es ein Jahr der Kooperationen – unkompliziert, kreativ und von Wertschätzung getragen.

„Allen Beteiligten gilt unser herzlichster Dank für dieses außergewöhnliche Miteinander“, betont Superintendent Christian Beuchel.

Die Kirchentüren standen weit offen

Wie treffend formulierte Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns: „Ich glaube, ich war in so kurzer Zeit noch nie so oft in der Divi-Blasii-Kirche!“ Diese Erfahrung teilten viele, denn die Kirchengemeinde war nicht nur Veranstalter, sondern auch Gastgeber – etwa für die Eröffnung der Thüringer Landesausstellung oder die Freiheitsreden mit Dr. Norbert Lammert. Jeremi Schmalz, 1. Beigeordneter, betonte: „Die Kirche in Mühlhausen ist 2025 ganz sicher stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt.“

Persönliche Momente

„Als das Jahr vor uns lag, haben wir zuerst gedacht, wenn das vorüber ist, ...“, erinnern sich Simone Doll (Geschäftsführerin des Pfarrbereichs Mühlhausen) und Regina Englert schmunzelnd. So vieles galt es zu planen und zu organisieren.

„Für mich war es schön zu sehen, dass wenn wir Hand in Hand gehen, etwas Gutes dabei herauskommt“, blickt Pfarrer Benjamin Themel zurück.

Simone Doll erzählt von ihrem Highlight: „Der Kindermittelaltermarkt am 20. September wurde gemeinsam mit fünf Kindergärten, dem EVSZ, der Boje, der Juki, Kirchenkreis und Kirchengemeinde vorbereitet und am Kristanplatz einschließlich Haus der Kirche veranstaltet. Mich haben das große Engagement und die Freude aller Akteure beeindruckt. Bei den kleinen und großen Besuchern haben wir lachende Gesichter gesehen und viel Lob erhalten. Es war großartig!“

„Mit dem ZDF-Fernsehgottesdienst konnten wir Thomas Müntzer weit in die Bundesrepublik hinein bekannt machen. Es war fordernd, sich mit der vielschichtigen Persönlichkeit auseinander zu setzen, doch viele Zuschauer hörten zum ersten Mal von diesem Theologen und Pfarrer aus Mühlhausen. Zum anderen begleiten mich die Musik und die Worte aus der Uraufführung des Oratoriums „Das Innere Wort“. Es hat mich ganz stark berührt.“ Christian Beuchel  

Was bleibt?

Die entstandenen Kooperationen, das Gefühl, gemeinsam etwas für die Stadt erreicht zu haben, und die Erinnerungen der vielen Besucherinnen und Besucher. Begegnungen mit Menschen, die man sonst nicht getroffen hätte – wie die Mitwirkenden des Oratoriums, den Komponisten Keno Hankel oder den Librettisten Andreas Hillger. Ein solches Werk Stück für Stück schon in der Entstehung zu erleben, wird dem Bachchor und KMD Oliver Stechbart unvergesslich bleiben. Bekannte Prediger wie Margot Käßmann, Kirsten Fehrs oder Heinrich Bedford-Strohm einmal persönlich ansprechen zu können, bot besondere Momente. Ebenso die hochkarätigen Druckgrafiken, die sonst die Stiftung Christliche Kunst Wittenberg nicht verlassen.

Sichtbare Zeichen

Der neu entstandene Info- und Verkaufsort in der Divi-Blasii-Kirche sowie der Müntzer-Apfelbaum im Garten des Hauses der Kirche werden bleiben. Die neue Gedenktafel an der Superintendentur erzählt die Geschichte Thomas Müntzers nun differenziert – so, wie es das Gedenkjahr erreichen wollte und erreicht hat. Ludger Arnold, Präses des Partnerkirchenkreises Werra-Meißner, unterstrich bei seinem Besuch die Bedeutung dieser Darstellung.

Es bleibt auch die dauerhafte Ausstellung des Reliquienkreuzes der Mühlhäuser Kirchengemeinde aus dem 14. Jahrhundert im Kulturhistorischen Museum der Stadt.

Dank und Ausblick

„Wenn ich rückblickend das Jahr 2025 betrachte, bin ich begeistert, was wir zusammen als Kirche, Stadt, Museum und Mitwirkende erreicht haben, tolle Gastgeber waren und Mühlhausen bekannter gemacht haben. Dies bleibt für mich Ansporn für die Zukunft“, unterstreicht Simone Doll.

Großer Dank gilt den vielen helfenden Händen und kreativen Köpfen sowie den Fördermittelgebern. Ohne ihr Engagement wäre dieses besondere Jahr nicht möglich gewesen. Sie alle haben dazu beigetragen, dass „Müntzer. Ein anderer Geist.“ weit über 2025 hinaus nachwirkt.