12.11.2025
Bericht des Superintendenten zur Herbstsynode 2025

Es gilt das gesprochene Wort

Bericht zur Kreissynode am 08. November 2025 - Superintendent Christian Beuchel

Hohe Synode, verehrtes Präsidium, liebe Schwestern und Brüder,

Mein Bericht heute hat 10 Punkte, in denen ich kurz die wichtigsten Ereignisse des letzten halben Jahres darstellen möchte.

„Ein Leben in Freiheit ist nicht leicht, und die Demokratie ist nicht vollkommen.“ J.F. Kennedy
Dieser Satz gilt auch für die demokratische Struktur unserer Kirche:  zu den GKR-Wahlen.

Ich bin sehr froh, dass es im Kirchenkreis gelungen ist, in allen Gemeinden einen Gemeindekirchenrat zu wählen. Dies ist in einigen Kirchenkreisen unserer Landeskirche nicht gelungen. Vielen Dank für alles Engagement. 
Es gab keine Einsprüche gegen die Wahl.
Es sind 418 Kandidatinnen und Kandidaten, davon 324 Mitglieder und 94 Stellvertreter in den GKR gewählt worden. Der Frauenanteil lag bei ca. 56,5 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 30 % bei der Briefwahl und bei 10 % bei der Wahl im Wahllokal. Der Briefwahlanteil lag insgesamt bei 95 %.
Wir haben jetzt 54 Gemeindekirchenräte. Die Einführungen erfolgen derzeit und die konstituierenden Sitzungen finden statt.

„Das wertvollste Potential sind gute Mitarbeiter.“ Hubert Burda
Natürlich auch in der Kirche – Informationen zum Personal

Katja Spröte hat als Geschäftsführerin in den Gemeindebereichen Bad Tennstedt, Kirchheiligen, Großvargula im September begonnen. Es ist ein Modell und wir stehen im regelmäßigen Austausch zur Evaluation.

Anna-Elisabeth Dauphin (Jugendkirche) begann engagiert in der Jugendkirche und obwohl sie fast das Studium der Religionspädagogik abgeschlossen hat, ist sie derzeit in Ausbildung im DPI Eisenach zur Gemeindepädagogin.
Vikarin Josephine Döring begann ihren Dienst bei Pfarrer Themel in Ammern und der Stadtkirchengemeinde.

Bei Pfarrerin Lydia Fellmann und Pfarrer Marcus Ebert ist das Verfahren zur Zuerkennung der Anstellungsfähigkeit abgeschlossen. Wir warten auf die Antwort aus dem Landeskirchenamt Erfurt.

Vikarin Anna Ebert und Vikarin Jeannette Milkau haben im Rahmen des 2. Theologischen Examens die Predigt-Prüfung abgelegt. Sie sind für den Entsendungsdienst in der Kirchengemeinde Bad Tennstedt und in die 2. Kreispfarrstelle Schule mit Pfarrdienst in der Gemeinde Heroldishausen vorgesehen.

Pfarrerin Stephanie Spranger hat sich der Kirchengemeinde Treffurt vorgestellt. Der GKR hat positiv zur Übertragung votiert und der Dienstbeginn soll ab 01.01.2026 sein.

Wir haben für die Stelle im Gesprächsladen zwei Bewerbungen vorliegen.

Jedoch liegt noch keine Bewerbung für die Pfarrstelle im Erprobungsraum vor, aber seit gestern gibt es eine Interessentin. Mit dem Weggang von Pfarrer Friedrich Zimmermann war die Stelle ausgeschrieben worden. Am 10.10. haben wir ihn in Bad Langensalza verabschiedet.

Obwohl wir die Stelle eines Gemeindereferenten noch nicht ausschreiben können, (die Landessynode muss erst das dazugehörige Gesetz beschließen), erreichen uns schon mehrere Anfragen.

Das Ehepaar Goldhahn verlässt den Kirchenkreis. Helke Goldhahn ist diesen Schritt nach Gotha schon gegangen, Ernest Goldhahn folgt zum Jahresbeginn 2026.

In den Ruhestand haben wir die Gemeindepädagoginnen und Religionslehrerinnen Frau Birgit Dornhofer und Frau Heike Erdmann verabschiedet.

„Der Hauptpunkt einer guten Verwaltung ist leicht zu erfassen: Er besteht darin, die Ausgaben den Einnahmen anzupassen.“
Charles de Montesquieu

Dies gilt auch für die kirchlichen Ämter – Information zum Beschluss des Kreiskirchenrates zum Kreiskirchenamt

Gemäß § 2,2 Kreiskirchenamtsgesetz entscheidet der Kreiskirchenrat über die Struktur des Amtes. Er hat in seiner Sitzung am 28. Oktober 2025 den Beschluss zu einem gemeinsamen Kreiskirchenamt mit den Dienststellen in Mühlhausen und Nordhausen zum 1.1.2027 gefasst.
Der Name soll lauten: Kreiskirchenamt Nordthüringen.
Ob es noch eine Außenstelle in Ebeleben geben wird, soll bis Mitte nächsten Jahres entschieden werden.
Weitere Informationen zum Fusionsprozess wird der Präses in dem Tagesordnungspunkt 9 geben.

„Gott, der Allmächtige, pflanzte zuerst einen Garten. Und in der Tat ist es das reinste menschliche Vergnügen.“ Francis Bacon (1561–1626)

Wir hoffen, dass dieses Vergnügen sich auch in der Landesgartenschau 2026 in Leinefelde einstellt.
Die Landesgartenschau wird am 26. April nächsten Jahres in Leinefelde eröffnet. Eine ökumenische Arbeitsgruppe plant die kirchlichen Aktivitäten. Der Kirchenpavillon steht im Rohbau. Dort sollen regelmäßige Andachten und sonntags ein Gottesdienst gefeiert werden.
Wir suchen noch dringend Gästebegleiter. Die Flyer liegen aus. Wir benötigen ca. 60 Personen, bisher haben sich 16 gemeldet.
Außerdem suchen wir noch wochenverantwortliche Gemeinden oder Initiativen, die den Pavillon mit Mittags- und Abendgebet und anderen Veranstaltungen mit Leben erfüllen.

„Denn die herzhafte Wahrheit muss alle von Gott auserwählten Menschen frei machen.“ Thomas Müntzer –

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres

Es ist zu Ende, das Gedenkjahr „Jahr der Freiheit - 500 Jahre Bauernkrieg“ oder wie unser kirchlicher Titel lautete „Müntzer. Ein anderer Geist“.
Wir haben vielfältige Veranstaltungen erlebt, eine Predigtreihe mit hervorragenden Predigerinnen und Predigern, eine Ausstellung, den ZDF-Fernsehgottesdienst, die Uraufführung des Oratoriums „Das Innere Wort“, den Kindermittelaltermarkt, einen Erntedankgottesdienst, die Enthüllung einer neuen Tafel am ehemaligen Wohnhaus an der Marienkirche, eine Dialogpredigt zum Reformationstag u.v.a. mehr
Ich danke allen, die mitgewirkt haben. Am 9. Januar sind alle, die sich beteiligten, zu einem Dankabend eingeladen.

„Fundraising heißt: mit der Wurst nach dem Schinken werfen."

So soll es auch im Modellkirchenkreis Fundraising sein.

Ab 1. Januar sind wir einer von vier Modellkirchenkreisen in unserer Landeskirche, in dem Aktivitäten zum Fundraising unterstützt werden. Es ist ein gemeinsames Projekt mit den Kirchenkreisen Südharz und Bad Frankenhausen-Sondershausen und läuft über drei Jahre. Wir werden dazu gemeinsam einen Mitarbeitenden mit 75% einstellen. Die Aufgaben sind die Unterstützung von Gemeinden beim „Einsammeln von finanziellen Mitteln“ und Projekte zur Mitgliederbindung und -werbung zu initiieren.

„Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts.“ Friedrich Fröbel Damit dies besser gelingen kann, dazu soll auch der Zweckverband beitragen.

Der Zweckverband für die evangelischen Kindergärten und die Arbeit mit Jugendlichen beginnt mit sieben Kindergärten am 1. Januar seine Arbeit.
Der Vorstand hat Frau Katrin Bauer zur Geschäftsführerin berufen.
Wir haben die Mitarbeitenden bei einem Treffen über den Betriebsübergang informiert.
Bei einem Treffen mit den Bürgermeistern der Gemeinden, in denen die Kindergärten in den Zweckverband wechseln, wurde dieses Vorhaben sehr positiv aufgenommen. Wir werben deshalb noch einmal, dass alle Gemeinden mit Kitas Mitglieder werden. Dies wird auch von Kommunen gewünscht.

„Gemeinschaftsgefühl ist, mit den Augen eines anderen zu sehen, mit den Ohren eines anderen zu hören, mit dem Herzen eines anderen zu fühlen." Alfred Adler

Dies gelingt auch in unserer Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Werra-Meißner.
Die 20 Jahre Partnerschaftsvertrag zwischen unseren Kirchenkreisen haben wir mit einem gemeinsamen Treffen der Leitungskreise, also Kreiskirchenrat und Synodalvorstand, im Kalkhof in Wanfried begangen.
Der Dekan und Superintendenten im Ruhestand haben über die Anfänge und die zwanzig Jahre im Rückblick gesprochen. Wir haben uns ausgetauscht, wie die Partnerschaft weiter ausgestaltet werden kann.
Natürlich haben wir auch Wodka und Whisky getrunken, denn wir trafen uns am historischen Ort und zu einem historischen Zeitpunkt. Es war der Vorabend des 80. Jahrstages der Unterzeichnung des Wanfrieder Abkommens zwischen der Sowjetunion und den USA, das ein Teil des Potsdamer Abkommens ist und den Grenzverlauf geregelt hat, genannt Wodka-Whisky-Abkommen.

„Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“ hat der Philosoph Heraklit 535 vor Christus geschrieben.

Bei allen Schwierigkeiten, die wir immer wieder in unserer Kirche erleben, erfahre ich doch ein lebendiges und mit viel Engagement organisiertes Gemeindeleben. Wir sind durch verschiedene Ursachen mehr gezwungen als freiwillig endlich den Weg von der Amtskirche zur Gemeindekirche zu gehen.  Das, was ich erlebe, lässt mich positiv in die Zukunft schauen. Das Evangelium wird unter uns kommuniziert werden und Menschen stärken und ermutigen, auch wenn die Strukturen sich weiter verändern werden.

„Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen.“ Marcus Tullius Cicero
Mein Dank gilt besonders den Mitarbeiterinnen im Büro Frau Wellendorf und Frau Zengerling, meinem Stellvertreter Pfarrer Matthias Cyrus, dem Kreiskirchenamt mit Micha Hofman, den Referentinnen Julia Stein und Katrin Bauer sowie den Mitgliedern des Kreiskirchenrates, unserem Präses Jens Ritter und dem gesamten Präsidium. Sie haben meinen Dienst immer wieder mitgetragen und gemeinsam haben wir den Kirchenkreis geleitet. Mit Dank erwähnen möchte ich Frau Annemone Emmelmann, die immer wieder im Hintergrund wirkt und mit großem Engagement für gute Rahmenbedingungen und Versorgung sorgt. Vielen Dank.


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Christian Beuchel, Superintendent des Kirchenkreises Mühlhausen