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24.11.2018 (TA-MHL) Wieder-Aufbauhelfer, Manager und Seelsorger in einer Person

Mario Lukkari ist neuer Gemeindepädagoge an der Mühlhäuser Jugendkirche. Sonntag wird er offiziell ins Amt eingeführt

Mühlhausen - von Claudia Bachmann

Seit knapp drei Monaten trägt Mario Lukkari (50) die Verantwortung für die Jugendkirche des evangelischen Kirchenkreises Mühlhausen. Zwölf Jahre lang hat er im Kirchenkreis Barnim gearbeitet, wo die Familie noch immer lebt, hat bereits dort Kinder- und Jugendarbeit verantwortet. In den letzten Monaten hätten sich die Anfragen von Bekannten gehäuft, ob er sich denn nicht vorstellen könne, einen beruflichen Schnitt zu machen. Schau mal die Stellenausschreibung hier, schau mal dort.

Irgendwann war es auch die des Koordinators für die Jugendkirche in Mühlhausen. „Schon beim ersten Besuch in der Jugendkirche am 1. Juni war mir klar: Hier weht Gottes Geist. Es ist ein Ruf, diese Aufgabe anzunehmen; letztlich brauchte ich nicht lange zu überlegen. Obwohl Jugendarbeit für mich mit 50 eigentlich kein Thema mehr sein sollte“, sagt Lukkari mit dem Abstand von knapp einem halben Jahr.

Was ihn nun in Mühlhausen erwartet hat, das sei vor allem Wieder-Aufbauarbeit. Zum 1.?April hatte Frederik Seeger die Jugendkirche und Thüringen verlassen. Als Gemeindepädagoge hatte er die Arbeit der Jugendkirche geprägt, die im Jahr 2007 in der Martinikirche entstanden ist.

Es sind große Schuhe, in denen Lukkari jetzt unterwegs ist. Seeger war das Gesicht der Jugendkirche. „Das will ich nicht sein“, sagt Lukkari. Vielmehr sieht er sich als Koordinator, als Kopf der Jugendkirche, als Manager. Jugendkirche müsse vor allem von den Jugendlichen selbst getragen werden. Aber vieles müsse jetzt wieder aufgebaut werden. Ein halbes Jahr ohne verantwortlichen Koordinator, das sei in der Jugendarbeit eine lange Zeit.

Projekte mit Schulen und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit müssen wieder terminiert werden, Projektideen sind zu sammeln, neue Kinder- und Jugendgruppen zu gründen. Es wird keine Aufgabe, die sich auf die Schnelle erledigen lässt. „Ein Jahr wird es wohl mindestens brauchen, bis die Jugendarbeit wieder richtig gut läuft“, meint der 50-Jährige.

Wichtig ist ihm, den Trägerkreis zu stärken. Der soll unter anderem die Jugendgottesdienste gestalten. Zu Lukkaris Amtseinführung am Sonntag klappt das schon ganz gut: Da sind es Jugendliche aus dem ganzen Kirchenkreis, vom Eichsfeld bis ins Werratal, die sich an der Ausgestaltung beteiligen. „Je mehr es gelingt, die Gemeinde zu beteiligen, schon an den Vorbereitungen, desto erfüllter ist das Erlebnis“, meint der gebürtige Fürstenwalder. Er sieht sich auch als Seelsorger in einer offenen Kirche. Wenn die Tür offen steht, dann kämen immer wieder Gäste. „Meist bleibt es nicht beim Reinschauen. Die, die kommen, wollen oft auch etwas loswerden, über ihre Sorgen das Gespräch suchen.“ Deshalb könne er nicht nonstop Programm machen, sondern wolle sich auch Zeit für Seelsorge nehmen.

Fakten zur Jugendkirche:

Die Anfänge gehen zurück auf eine Diplomarbeit; allerdings drohte das Projekt aufgrund zu weniger Aktivisten zu scheitern.

Erst 2006 wurde das Projekt wieder aufgenommen.

Als 2007 in der Georgii-Kirche erstmals eine Nachtkirche veranstaltet wurde, fanden sich zahlreiche Jugendliche.

Seit 2007 und damit seit elf Jahren gibt es in regelmäßigen Abständen Jugendgottesdienste.

2010 begannen die Umbauarbeiten an der Martini-Kirche. Die Nicolaikirche bot das Ausweichquartier für die Aktivitäten.

2011 wurde die Martinikirche als zweite Jugendkirche in Thüringen eröffnet. Der Traum, dass Jugendliche einen Raum haben, ihren Glauben auf ihre eigene Weise zu erleben, ist damit wahr geworden.


Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Donnerstag, 21. März 2019:
Losungstext:
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.
Psalm 146,8
Lehrtext:
Wir sind, Brüder und Schwestern, euretwegen getröstet worden in aller unsrer Not und Bedrängnis durch euren Glauben; denn jetzt leben wir auf, wenn ihr fest steht in dem Herrn.
1. Thessalonicher 3,7-8
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