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05.09.2018 (TLZ-EIC) Zwischen Arbeit und Kuscheln

Artikel aus der TLZ-EIC vom 05.09.2018

Toni testet: den Alltag einer Erzieherin im evangelischen Kindergarten "Gockelhahn" in Leinefelde

Leinefelde - von Antonia Pfaff

Dunkelheit umfasst die Stadt. Der Nebel hängt noch tief in den Straßen. Es ist 5.15?Uhr, als mein Wecker mich aus meinen Träumen reißt. Ich muss mich kurz orientieren, denn das ist nun wirklich nicht meine Zeit. Die Minuten bis zum Start scheinen zu rennen. Halbwegs pünktlich komme ich los und bin kurz nach 6 Uhr im evangelischen Kindergarten „Gockelhahn“ in Leinefelde. Denn ich teste heute den Alltag von Erzieherin Petra Schmalz. Sie erzählt mir, dass sie bereits seid 5.30 Uhr im Kindergarten ist. Das Aufgabenspektrum, das sie morgens erfüllen muss, ist breit gefächert.

Zunächst schauen wir uns um, ob an den Schlössern und Fenstern alles in Ordnung ist. Dann geht‘s in den Früh- und Spätdienstraum: Rollos hoch- ziehen, Spielzeug und Stühle herunterstellen. Das machen wir auch in allen anderen Räumen auf den beiden Etagen. Zudem schauen wir, ob alle Pflege- und Hygieneutensilien ausreichend vorhanden sind. Dabei haben wir aber zwei fleißige Helferinnen: Denn pünktlich um 6 Uhr sind Emma und Martha in den Kindergarten gebracht worden. Während Emma schon ein bisschen fitter ist, scheint Martha noch ganz verschlafen zu sein. Beim Bringen der Kinder gibt es mit den Eltern ein sogenanntes Tür-und-Angel-Gespräch. Da sagen die Eltern der Erzieherin, ob alles in Ordnung ist oder ob es gesundheitliche Probleme gibt, von wem das Kind abgeholt wird oder ob es vielleicht Mittagskind ist. Das wird dann alles in ein Buch eingetragen, damit jeder der neun Erzieherinnen Bescheid weiß.

Weiter geht es für uns in der Küche. Es werden Tee und Kaffee gekocht und das Bistro für die Sprösslinge hergerichtet: Stühle herunter, Tisch abwischen und natürlich decken. Emma und Martha helfen uns, die Tellerchen und Gläser hinzustellen. „Das ist aber nicht immer so“, meint Petra Schmalz. Sonst spielen die Kleinen im Frühdienstzimmer und warten dort auf ihre Freunde. Emma hat Glück. Sie muss nicht lange warten, da kommt schon Marie. Die beiden Mädels ziehen sich mit Martha zum Spielen zurück. Ich befinde mich ebenfalls im Spielzimmer. Plötzlich macht sich Martha auf den Weg und tapst den Gang entlang. Anscheinend sucht sie ihre Erzieherin Petra Schmalz, die noch etwas holen muss. Und nun kullern die Tränchen. In dem Moment kommt die Erzieherin um die Ecke und nimmt die Kleine erst einmal auf den Arm. „Das gehört auch dazu, dass wir mit den Kinder auch kuscheln, sie trösten und uns einfach kümmern“, sagt die Erzieherin, während sie Martha liebevoll streichelt. Die Tränen sind schnell getrocknet und es geht auf die Kuschelmatte.

Petra Schmalz hat Martha nun auf dem Schoß und an ihr gelehnt sitzt Emma, wenig später kommt Marie hinzu. Sie lauschen den Worten der Erzieherin, die ihnen eine Geschichte vorliest. Nach und nach strömen die Sprösslinge in den Kindergarten und bringen viel gute Laune und Freude mit. Sie finden sich zusammen, spielen und plaudern miteinander.

Fazit: Mir war nicht bewusst, dass es am Morgen so viel zu tun gibt und auf was die Erzieherinnen alles achten müssen. Und in erster Linie brauchen die Kleinen sehr viel Aufmerksamkeit und Zuwendung.


Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 23. Januar 2019:
Losungstext:
Ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein.
Hesekiel 37,26
Lehrtext:
Christus Jesus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
Epheser 2,17
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