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08.09.2018 (TA-MHL) Massive Rampe schützt den Turm von St. Cyriaks und Laurentii

Artikel aus der TA-MHL vom 08.09.2018

Kirche in Mittelsömmern ist nun wieder statisch stabil. Drainage soll weitere Unterspülung verhindern

Mittelsömmern - von Klaus Wuggazer

Eine Bausünde der frühen 1990er-Jahre brachte die Kirche St. Cyriaks und Laurentii in Mittelsömmern in Gefahr. Jetzt wurde der damals gemachte Fehler korrigiert: Die letzten Arbeiten zu ihrer Stabilisierung sind rechtzeitig zum Denkmaltag abgeschlossen.

Schon vor langem wurde festgestellt, dass der Turm des Gotteshauses, dessen Geschichte bis vor das 12. Jahrhundert zurückreicht, stark auf die untere Mauer drückt. Deshalb wurde einst an der Südseite eine Art Rampe angebracht, die die Konstruktion gegen den Hang stützt. Nach der friedlichen Revolution von 1989 und der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde ein Teil der Rampe entfernt – „warum auch immer“, sagt Peter John, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrats in den drei Horn-Dörfern.

Der Turm jedenfalls reagierte: Die Mauer im Bereich der fehlenden Rampe wölbte sich stark nach außen. Also kam der rechte Teil der Rampe wieder dran. „Rund 30 Tonnen wurden verbaut“, weiß John.

Ein zweiter Turm ist vor langer Zeit eingestürzt

Ein zweites Problem wurde gleich mit gelöst. Weil die Kirche am Hang steht, wurde sie vom herablaufenden Wasser unterspült. Jetzt liegt im Boden eine Drainage und leitet das Wasser ab. Auch die Fallrohre, die bisher kurz über dem Boden endeten, sind an sie angeschlossen. Damit ist auch im Winter die Eisbildung um die Kirche herum Geschichte.

Wie fragil die Statik der Kirche war, habe sich schon in viel früheren Zeiten gezeigt, weiß Peter John: Der zweite Turm, den das Gotteshaus hatte, sei einstmals Richtung Dorf abgestürzt.

Rund 100?000 Euro wurden in die jetzt erfolgte Stabilisierung investiert, sagte Steffen Pospischil, zu dessen Pfarrbereich Bad Tennstedt auch die Horn-Dörfer gehören. Der Kirchenkreis und die Kirchgemeinde trugen einen Teil der Kosten, dazu gab es Mittel aus der Städtebauförderung. Damit ist die Kirche außen saniert.

Das nächste Projekt läuft im Inneren: Vor knapp einem Jahr startete die Sanierung der Hesse-Orgel von 1841. Das Instrument wurde ausgebaut und in eine Waltershäuser Werkstatt gebracht. Jahrzehntelang war das Instrument nicht mehr spielbar gewesen. Wasser und Marder hatten der Orgel schwere Schäden zugefügt. Im Sommer 2019 soll sie wieder eingebaut werden. Dafür sind weitere 100?000 Euro nötig. Aufgebracht werden kann diese Summe auch dank zahlreicher Spender. Besonders der Kultur- und Traditionsverein engagiere sich sehr.

Ist die Orgel zurück, können in der regelmäßig für Gottesdienste genutzten Kirche auch Konzerte stattfinden. Und dann sollen noch die Malereien innen restauriert werden.

Zum bundesweiten Denkmaltag am Sonntag, 9. September, Gottesdienst um 10 Uhr; geöffnet zur Besichtigung ist die Kirche bis 18 Uhr; kleine Ausstellung mit historischen Kirchenbüchern


Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 20. Juli 2019:
Losungstext:
Das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt.
Jesaja 11,9
Lehrtext:
Es hat Gott gefallen, alle Fülle in Christus wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.
Kolosser 1,19-20
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