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Bibel & Gottesdienst

Die Bibel

Bibel

Die Bibel ist eines der wichtigsten Werke der Weltliteratur. Vielen Menschen ist sie unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens, für Juden und Christen das zentrale Dokument ihres Glaubens. Viele hundert Seiten stark, über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren und vor fast zwei tausend Jahren entstanden, ist sie kein leicht zu lesendes Buch. Man muss schon kräftig an ihr "kauen", bis man ihren wunderbaren Geschmack wahrnimmt.

Wir erheben für unsere Seite nicht den Anspruch, alles Wissenswerte über die Bibel zusammengetragen zu haben. Unser Ziel ist viel mehr, Ihnen einen ersten Zugang zu diesem faszinierenden Buch zu ermöglichen. Was Sie zu diesem Zeitpunkt finden können, ist ein Einstieg in die Welt der Bibel. Wir hoffen, dass Sie viel Interessantes und Wissenwertes rund um das Buch der Bücher hier finden werden. 

Inhalt in 3 Sätzen

  • Die Bibel umfasst die ganze Geschichte der Welt von Anfang (Schöpfungsgeschichte - 1. Mose 1) bis zu ihrem Ende (Der neue Himmel und die neue Erde - Offenbarung 21). 

  • Das Alte Testament erzählt von der Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel, seinen Bewahrungen, seinen Kämpfen, den Verheißungen Gottes und dem Segen, der durch das Volk Gottes in die Welt kommt.

  • Das Neue Testament schildert Leben, Sterben und Auferstehen des Juden Jesu Christus, des Sohnes Gottes, die Taten der Apostel, die Irrungen und Wirrungen der ersten christlichen Gemeinden und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Welt Gottes.

Abkürzung der Biblischen Bücher

Was bedeutet die Buchstaben- und Zahlenkombination Mt 5,18?
Die beiden Worte geben das jeweilige biblische Buch, die erste Zahl gibt das Kapitel innerhalb dieses Buches und die Zahlen nach dem Komma gibt die Verse innerhalb dieses Kapitels an. Diese Stelle würde man also im Matthäusevangelium, im 5. Kapitel und dort im 18. Vers finden. Dieses Abkürzungssystem hat den Vorteil, dass man in ganz unterschiedlichen Bibelausgaben immer gleich die richtige Stelle findet und so völlig unabhängig von Seitenzahlen ist. Denn die Bibel wird schon so lange gedruckt, das es inzwischen unzählige Versionen gibt und ohne die Einteilung in Kapitel und Verse würde sich wirklich niemand mehr zurechtfinden. Eine Liste über die Abkürzungen der biblischen Bücher finden Sie hier.

Lesehilfe

Die Bibel aufzuschlagen und einfach von vorne nach hinten durchzulesen ist wohl kein guter Rat und deshalb auch keine Lesehilfe. Eine Hilfe kann aber das Lesen von Bibeltexten in der Herrnhuter Losung sein. Diese täglich ausgelosten Bibelworte können einen den Zugang zu einzelnen Abschnitten der Bibel erleichtern. Wenn Sie also wissen wollen, was sich hinter der aktuellen Losung (diese finden Sie zum Beispiel am rechten Rand unserer Homepage) für eine Geschichte verbirgt, dann schlagen Sie die Bibel auf. 

Da die wenigsten Menschen die Bibel in ihren Ursprachen Hebräisch und Griechisch lesen, gibt es eine Vielzahl von Übersetzungen. Die bei uns am häufigsten Verwendete, ist die Übersetzung von Martin Luther. Luthers Übersetzung ist auch wirkungsgeschichtlich von größter Bedeutung, denn sie hat maßgeblich die Entwicklung unserer heutigen deutschen Sprache geprägt. Es gibt aber auch andere Übersetzungen. Eine Übersetzung, die sich sehr nahe an den Ursprachen orientiert ist die Übersetzung der Elberfelder Bibel. Für die katholische Kirche in Deutschland ist die Einheitsübersetzung von Bedeutung. Modernere Übersetzungen sind die Gute Nachricht oder Hoffnung für Alle. Diese versuchen die Botschaft der Bibel in heutiger Sprache darzustellen. Sprachlich sehr schön und gleichfalls nah am Urtext sind die Übertragungen von Walter Jens, von denen es bisher die vier Evangelien und den Römerbrief gibt.

Hier eine "Kostprobe" verschiedener Übersetzungen von Römer 1,16.

Luther: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen."

Elberfelder: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen."

Hoffnung für Alle: "Ich schäme mich nicht, diese Heilsbotschaft von Christus überall weiterzusagen. Denn diese Botschaft ist eine gewaltige Kraft Gottes. Wer an sie glaubt, erfährt, dass Gott ihn von seiner Schuld befreit und aus seiner Verzweiflung rettet. Zunächst galt diese Botschaft nur den Juden aber jetzt sollen sie auch alle anderen Menschen hören."

Gute Nachricht Bibel: "Zur Guten Nachricht bekenne ich mich offen und ohne Scheu. In ihr ist die Kraft Gottes am Werk und rettet alle, die der Botschaft glauben und sie im Vertrauen annehmen - an erster Stelle die Menschen aus dem jüdischen Volk und dann auch die aus den anderen Völkern."

Einheitsübersetzung: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen."

Walter Jens: "Denn ich bekenne mich zum Evangelium - auf ihm beruht Gottes Kraft und Rettung für alle, die darauf vertrauen - die Juden und die Griechen."

Egal für welche Übersetzung Sie sich entscheiden, für alle Übersetzungen gilt: "Jede Übersetzung ist immer schon Interpretation!" Einen guten Überblick über die verschiedenen Übersetzungen finden Sie hier.

Zahlen & Fakten

Die meisten Menschen wissen, dass die Bibel das am meisten verkaufte Buch der Welt ist. Auch dass sie in über 2.000 Sprachen übersetzt ist, ist wahrscheinlich noch vielen bekannt. Aber es gibt viel Wissenwertes, Erstaunliches und Kurioses zur Bibel zu erfahren. Wir haben an dieser Stelle einiges für Sie bunt zusammengewürfelt gesammelt.

  • Die Bibel umfasst 66 Bücher mit 1.189 Kapitel und ca. 31.175 Versen.
  • Schlaue Menschen haben ausgerechnet, dass dies etwa 3.566.400 Buchstaben ausmacht.
  • Die Katze ist das einzige Haustier, dass nicht in der Bibel vorkommt.
  • In der Bibel wird mit keinem Wort erwähnt, dass Adam und Eva einen Apfel essen.
  • Die Weihnachtsgeschichte wird nur von Lukas ausführlich erzählt. Matthäus erwähnt sie knapp. Bei den anderen Evangelisten fehlt sie völlig.
  • Methusalem soll der Mensch gewesen sein, der am längsten gelebt hat: 969 Jahre.
  • Die kleinste gedruckte Bibel ist so lang wie ein Streichholz: 4,5 cm lang,
    3 cm breit und 2 cm dick.
  • Die grösste Bibel der Welt hat ein Tischler aus Los Angeles ganz aus Holz hergestellt.
  • Jedes Blatt ist ein dünnes Holzbrett von einem Meter Höhe, in das die
    Buchstaben eingeprägt sind. Die 8.048 Seiten haben ein Gewicht von 547 kg
    und eine Dicke von 2,5 Metern.
  • Wollte man die Bibel in einem durchlesen, bräuchte man ca. 50 Stunden.
  • Die Bibel war das erste gedruckte Buch (Gutenberg-Bibel, 1455).
  • Sie liefert mit 386 Einträgen im Duden "Zitate und Aussprüche" die meisten Zitate und Ausprüche dieser Ausgabe.
  • Nach dem Guinness-Buch der Rekorde wurden seit 1815 rund 2,5 Milliarden Exemplare der Bibel weltweit verkauft. 

Der Gottesdienst

Sie wollen an einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde des Ev. Kirchenkreises Mühlhausen teilnehmen?
Dann können Sie über Pfarrstellen & Gemeinden die entsprechende Kirchengemeinde auswählen und auf der dortigen Seite die Gottesdienstzeiten erfahren bzw. mit der zuständigen Person Kontakt aufnehmen.

Der Gottesdienst
... ist das Herzstück des christlichen Gemeindelebens. Er symbolisiert die enge Verbindung zwischen Gott und den Menschen. "Denn wir müssen den Menschen vom Himmel erzählen, wenn sie sich auf der Erde zurechtfinden sollen." (Axel Noack, ehemaliger Bischof, der ehemaligen Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen). Im Gottesdienst wird den Menschen gesagt, worauf sie sich in Zeit und Ewigkeit verlassen können: dass sie vor Gott gerecht werden allein aus Gnaden. Im Gottesdienst spürt die Gemeinde: Gott nimmt uns an wie wir sind, aber er läßt uns nicht, wie wir sind. Deshalb brauchen die Menschen den Gottesdienst, um mit Gott ins Gespräch zu kommen, durch Worte, Lieder und Psalmen. Dies geschieht nun nicht nur in gottesdienstlicher Gemeinschaft, weil es gemeinsam einfach schöner ist, sondern weil in der Gemeinschaft der Glaubenden Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes gegenwärtig ist.

Gegenwärtig soll auch die Form des Gottesdienstes sein, deshalb gibt es ganz verschiedene Formen von Gottesdiensten. Am häufigsten sind sicher die "normalen" sonntäglichen 10:00 Uhr Gottesdienste, dessen Ablauf Sie hier finden. Darüber hinaus gibt es Gottesdienste für jede Altersgruppe. Sowohl für die Krabbel- und Kindergartenkinder über die Gottesdienste für Schüler und Jugendliche bis hin zu den Familiengottesdiensten. Des Weiteren gibt es Gottesdienste zu den verschiedensten Anläßen und an den unterschiedlichsten Orten. Denn für die Gottesdienste wird weder ein Sonntag noch eine Kirche benötigt, sondern lediglich eine glaubende und feiernde Gemeinde.

Aber eine festlich geschmückte Kirche, schmückt immer auch die Gemeinde und den Gottesdienst und damit eben auch Gott selber. Ebenso ist dies mit den Kirchen: sicher, es sind große Gebäude, deren Auslastung relativ gering ist, aber es sind eben auch zu Stein gewordene Glaubensäußerungen unserer Vorfahren, die gebaut wurden, um Gott zu loben. Daher ist eine renovierte Kirche nicht nur ein erhaltenes Baudenkmal und Zeuge vergangener Zeiten, sondern auch ein Lob Gottes.

Ablauf

Der Ablauf des Gottesdienstes ist nicht den Vorlieben der einzelnen Gemeinden oder der jeweiligen Pfarrerin oder des jeweiligen Pfarrers überlassen. Es gibt für den Gottesdienst eine feste Ordnung, die über viele Jahrhunderte entstanden und seit vielen Jahrhunderten praktiziert wird. Auch wenn es schon immer eine Mannigfaltigkeit an Gottesdienstformen gab, drei wesentliche Elemente waren immer und überall gleich: das Lesen der biblischen Texte des Alten und Neuen Testaments, das Gebet und die Feier des Heiligen Abendmahls. Auf der Basis dieser drei Grundelemente entwickelten sich die Gottesdienstformen. Der evangelische Gottesdienst hat sich aus dem katholischen Messgottesdienst entwickelt. So gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen evangelischen und katholischen Gottesdiensten. 

Die lutherischen Reformatoren hielten an dem Grundsatz fest, am Sonntag immer einen Gottesdienst mit Predigt und Abendmahl zu feiern. Dies hat sich in der Praxis nicht durchgesetzt. Der Predigtgottesdienst ist zum "üblichen" evangelischen Gottesdienst geworden. In den vergangenen Jahren ist in der evangelischen Kirche das Bedürfnis nach der Feier des Heiligen Abendmahls im Gottesdienst spürbar gestiegen, so dass es heute viele Gemeinden gibt, die monatlich oder öfter zum Abendmahl im Gottesdienst einladen. Der "übliche" Gottesdienst beginnt mit einem Dialog zwischen Pfarrer/-in und Gemeinde und mit folgenden Worten: Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Mit diesem Votum soll deutlich werden, in wessen Namen man hier versammelt ist. Deshalb steht dies auch gleich zu Beginn. Der Beginn eines Gottesdienstes wird aber nicht nur durch Worte hörbar, sondern auch durch die Musik. So läuten die Glocken und spielt die Orgel. Mit dem Gemeindegesang entsteht eine echte Gemeinschaft, denn die Menschen im Gottesdienst, sind keine Zuschauer irgendeiner Veranstaltung, sondern nehmen aktiv am Gottesdienst teil. Sichtbar wird dies durch den Gesang und beim Gebet.

Deshalb folgt nach dem ersten Gemeindelied wieder ein Wechselgebet zwischen Gemeinde und Pfarrer/-in, der Psalm, ein Kyrieruf (Griechisch: Herr, erbarme dich) und ein Gloria (Ehre sei Gott). Das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser sind ebenso feste Bestandteile des Gottesdienstes. Im Gottesdienst wird aber nicht nur gesprochen, sondern auch gesungen. Lieder ziehen sich durch den gesamten Gottesdienst hindurch. Jedem Sonntag ist ein bestimmtes Lied zugeordnet, dies nennt man das Wochenlied. Dieses Lied steht mit den vorgeschriebenen Lesungen des Sonntages im Zusammenhang. Zu jedem Sonntag ist ein Textabschnitt aus den vier Evangelien des Neuen Testaments, ein Textabschnitt aus den Briefen des Neuen Testaments, den so genannte Episteln (Griechisch für Brief) und eine Lesung aus den Büchern des Alten Testaments ausgewählt. Ebenso ist für jeden Sonntag immer ein Predigttext vorgeschrieben, der ausgelegt werden soll. Am Ende eines Gottesdienstes steht der Segen. Dieser soll die Menschen in ihrem Alltag begleiten und verdeutlichen, dass Gott mit in diesen Alltag geht.

Ein Gottesdienstablauf könnte so aussehen:

  • Orgelvorspiel
  • Votum
  • Vorbereitungsgebet
  • Lied
  • Psalm
  • Kyrie
  • Gloria
  • Tagesgebet
  • Alttestamentliche Lesung oder Lesung der Epistel
  • Wochenlied
  • Lesung des Evangeliums
  • Glaubensbekenntnis
  • Lied
  • Predigt
  • Lied
  • Abkündigungen
  • Kollektensammlung
  • Lied
  • Fürbitten
  • Vaterunser
  • Lied
  • Segen
  • Orgelnachspiel
  •  

Der Sonntag als gottesdienstliche Zeit

Der Sonntag ist kein zufällig gewählter Wochentag. Und der Gottesdienst wird auch nicht am Sonntag gefeiert, weil das der arbeitsfreie Tag der Woche ist. Vielmehr ist der Sonntag zu einem wöchentlichen Feiertag geworden, weil die Christen an diesem Tag Gottesdienst feierten und feiern. Die Siebentagewoche wiederum haben wir dem Judentum zu verdanken. Denn Gott schuf Himmel und Erde in sieben Tagen und ruhte am letzten Tag der Woche von all seiner Arbeit. So erzählt es die Heilige Schrift (1. Mo 1,1 - 2,3). Ohne Gott und ohne Judentum hätten wir keinen Feiertag. Der Sabbat, der Ruhe- und Feiertag der Woche, ist das Geschenk der Juden an die Welt. Der christliche Sonntag als Feiertag liegt in der Auferstehung Jesus Christi begründet. Am Morgen nach dem ersten Tag der jüdischen Woche und das ist der Tag nach dem Sabbat (Samstag) also der Sonntag, ist Christus auferstanden (vgl. Mk 16 ff). Weil an diesem Tag die Auferstehung geschah, versammelten sich bereits die ersten Christen immer am Sonntag. In manchen Sprachen lebt das Wort Tag der Auferstehung als Bezeichnung für den Sonntag fort (z. B. im Russischen: woskresenje). Weil der  Sonntag als Erinnerung an die Auferstehung Jesus Christi wesentlich ist, ist jeder Sonntag ein kleines Osterfest, eine Auferstehungsfeier im Kleinen.

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Sonntag, 4. Dezember 2016:
Losungstext:
Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
4.Mose 6,26
Lehrtext:
Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben.
Römer 15,13
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